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Dirk Adam

Juli 22, 2025

Tour de France

Dirk Adam

Juli 22, 2025

Mont Ventoux: Darum ist der Tour-de-France-Berg so gefürchtet

Die Tour de France ist und bleibt eines der größten Sportereignisse der Welt. Auch wegen ihren besonderen Anstiegen – wie dem Mont Ventoux. Kein anderer Berg bei der Frankreich-Rundfahrt ist mystischer und fasziniert die Radsportfans so sehr. 

Chris Froome auf dem Weg zum Sieg am Mont Ventoux 2013

Credit: Getty Images



 

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Der Mont Ventoux ist einer der schwersten Berge bei der Tour de France. 2025 wird der "Riese der Provence" vom Peloton wieder angefahren – auf der 16. Etappe der Frankreich-Rundfahrt von Montpellier hinauf zur Spitze über 172 km. Sports Illustrated stellt den Mont Ventoux vor. 

Mont Ventoux: Wie hoch ist der Berg?

Der Mont Ventoux ist 1.909 Meter hoch. Er befindet sich in der Provence im Süden Frankreichs und ist besonders bekannt durch seine Rolle bei der Tour de France. Aufgrund seiner exponierten Lage und kargen Gipfelregion wird er auch der "Riese der Provence" genannt.

Wegen seiner kahlen, mondähnlichen Gipfellandschaft, starken Winde und extremen Temperaturen zählt er zu den schwierigsten Anstiegen der Tour. Der Mont Ventoux ist nicht jedes Jahr Teil der Tour, aber wenn er dabei ist, sorgt er regelmäßig für spektakuläre Entscheidungen.

Mont Ventoux: Wie schwer ist der Berg?

Der Mont Ventoux ist eine echte Herausforderung. Auf der klassischste Route von Bédoin hinauf zur Spitze sind es knapp 22 Kilometer. Der Höhenunterschied beträgt über 1.610 Meter und die durchschnittliche Steigung etwa 7,5 Prozent. Selbst für Profis ist das ein schweres Unterfangen.

Von Malaucène ist die Strecke ähnlich anspruchsvoll, aber etwas gleichmäßiger. Von Sault ist der Weg länger, aber weniger steil. Diese Strecke wird oft von normalen Radfahrer und Amateuren gewählt, um mit dem Rennrad hinauf auf den knapp 2000 Meter hohen Berg zu klettern. 

Mont Ventoux

Mont Ventoux

Credit: Instagram

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Mont Ventoux: Was waren die größten Dramen?

Das schlimmste Drama am Mont Ventoux ereignete sich am 13. Juli 1967. Damals starb Rennradfahrer Tom Simpson. Der Brite kollabierte kurz vor dem Gipfel bei extremer Hitze. Simpson rief noch: "Put me back on my bike!" – wurde aufgerichtet, stieg aber vom Rad und starb wenige Minuten später.

Dramatisch waren auch der Kollaps von Eddy Merckx nach seinem Sieg 1970, 

Kombination aus Hitze, Alkoholkonsum (Brandy), Amphetaminen und Erschöpfung, das Duell 2000 zwischen Marco Pantani – als Lance Armstrong erklärte, dass er den Italiener gewinnen ließ und dieser gekrängt reagierte – sowie Chris Froome, der 2016 in Gelb ohne Rad in Richtung Ziel lief. 

Mont Ventoux: Warum fürchten ihn viele Radfahrer?

Der Mont Ventoux gilt als einer der härtesten Anstiege im Radsport – nicht nur bei der Tour de France, sondern generell in Europa. Die Strapazen ergeben sich aus einen anspruchsvollen Mittelteil, der kahlen Gipfelregion, der Witterung und der mentalen Herausforderung.

Der brutale Mittelteil beginnt ab dem Dorf Saint-Estève und führt über etwa zehn Kilometer mit einer konstanten Steigung von neun bis zehn Prozent – ohne Erholung – nach oben. Die letzten Kilometer bieten zudem keinen Schutz durch Vegetation, wenn das Wetter umschlägt und der gefürchtete Mistral weht.  

Mont Ventoux: Welcher TdF-Fahrer hat hier die meisten Siege?

Marco Pantani aus Italien war der erfolgreichste Radprofi bei der Tour de France am Mont Ventoux – auch wenn sein zweiter Sieg 2000 aufgrund seiner Dopingvergangenheit nicht unumstritten war. 1994 gewann Pantani ebenfalls eine Etappe am Mont Ventoux. Der Zielort lag aber nicht direkt am Gipfel, sondern in Carpentras nach der Abfahrt vom Ventoux.

Dramatisch war der Sieg von Eddy Merckx (1970), der sein einziger am Mont Ventoux war. Am 13. Juli 1970, während der 14. Etappe der Tour de France, schrieb Merckx am Mont Ventoux ein unvergessenes Kapitel Radsportgeschichte. Obwohl er die Etappe gewann, erlebte der belgische Ausnahmekönner körperlich einen nahezu vollständigen Zusammenbruch.

Mont Ventoux: Hat ein deutscher Radfahrer hier gewonnen?

Deutschlands bester Radfahrer aller Zeiten, Jan Ullrich, hat am Mont Ventoux keine Etappe gewonnen – weder mit Zielankunft auf dem Gipfel noch auf einer Etappe, die über den Ventoux führte. Der Rostocker holte 1997 zwar den TdF-Gesamsieg, aber am Mont Ventoux triumphierte er nicht.

Als Marco Pantani im Jahr 2000 am Mont Ventoux gewann, kam Ullrich mit der Hauptgruppe ins Ziel. Zwei Jahre später – beim Sieg 2002 von Richard Virenque – fehlte der Deutsche aufgrund einer Dopingsperre. Ullrich war ein guter Kletterer, aber am Berg waren andere Fahrer explosiver. 

Jan Ullrich Tour de France 1997

Es war der Sommer 1997: Jan Ullrich gewinnt die Tour de France als erster und bislang einziger Deutscher

Credit: Imago

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Mont Ventoux: Alle Sieger seit 1958

1958 - Charly Gaul
1965 - Raymond Poulidor
1970 - Eddy Merckx
1972 - Bernard Thévenet
1987 - Jean‑François Bernard
2000 - Marco Pantani 
2002 - Richard Virenque
2009 - Juan Manuel Gárate
2013 - Chris Froome
2016 - Thomas De Gendt
2021 - Wout van Aert 


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