Pfadnavigation

  1. Startseite
  2. Fußball
  3. EM-Star Giulia Gwinn über Frauenfußball in Deutschland: "Nehme immer noch viele Vorurteile wahr"

SI Staff

Juli 29, 2022

Fußball

SI Staff

Juli 29, 2022

EM-Star Giulia Gwinn über Frauenfußball in Deutschland: "Nehme immer noch viele Vorurteile wahr"

Giulia Gwinn übt deutliche Kritik an der Rezeption des Frauenfußballs in Deutschland, sagt, man spüre immer noch Vorurteile. Lobend erwähnt sie hingegen Länder wie Spanien, England und Frankreich, wo der Frauenfußball ein höheres Ansehen genießt

Giulia Gwinn im Trikot der Nationalmannschaft

Credit: Getty Images

Giulia Gwinn findet deutliche Worte.

Im Interview mit Sports Illustrated vergleicht die Spielerin des FC Bayern und der deutschen Nationalmannschaft  den Frauenfußball in Deutschland mit dem in anderen Ländern, sagt: "Gefühlt sind volle Stadien in England und Spanien schon normaler geworden – auch in der Liga oder im Pokal." Deutschland hingegen, liegt, was den Zuschauerzuspruch und die Vermarktung angeht, noch deutlich zurück. Gwinn: "Wir laufen da aktuell etwas hinterher, weil der Prozess in anderen Ländern früher und konsequenter angestoßen wurde."

Allerdings erkennt die 22-Jährige auch hierzulande einen positiven Trend, sagt: "Wir machen Schritte nach vorne. Im Champions-League-Viertelfinalhinspiel haben wir erstmals in der Allianz Arena gespielt, vor 13.000 Zuschauern. Das war ein Zeichen und unsere Leistung durchaus Werbung für eine Wiederholung."

Über die Entwicklung der letzten Jahre führt Gwinn aus: "Gerade in den vergangenen ein, zwei Jahren hat sich spürbar etwas getan. Unsere Spiele werden mittlerweile auf vielen Plattformen gezeigt, was elementar wichtig ist, um den nächsten, den vielleicht entscheidenden Schritt zu machen."

Und Gwinn spricht auch darüber, was Länder wie Frankreich, England und Spanien besser machen. Sie sagt: "Der Fokus liegt viel mehr auf der gemeinsamen Vermarktung mit den Männern. Da werden kaum Unterschiede gemacht. In Barcelona hängen zum Beispiel im Camp Nou Bilder von Männern und Frauen, da wird auch im Stadion der ganze Verein gelebt. Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass dort auch die Gesellschaft womöglich toleranter und offener für neue Entwicklungen ist. Bei uns nehme ich immer noch sehr viele Vorurteile wahr, die wir seit Jahren versuchen aus dem Weg zu räumen."

Das komplette Interview mit Giulia Gwinn gibt's in der aktuellen Ausgabe von Sports Illustrated!

Mehr Sport-News:

Boris Becker wird bis zum Ende seiner Haftstrafe nicht mehr als Eurosport-Experte bei den Grand-Slam-Turnieren arbeiten. Der TV-Sportsender gibt seinen Nachfolger bekannt, der den Job des dreimaligen Wimbledon-Champions übernehmen wird. 

Der FC Bayern hat den Kampf um Robert Lewandowski wohl verloren. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Der 33-jährige Pole will seinen 2023 auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Das birgt mehrere Gefahren in sich, wenn Bayern den Stürmer im Sommer nicht gehen lässt.

Die Formel-1-Saison läuft vom 20. März bis 11. Oktober 2022 beim GP von Abu Dhabi. Insgesamt stehen für Weltmeister Max Verstappen, Lewis Hamilton, Sebastian Vettel und Mick Schumacher 23 Rennen im Kalender - Russland wurde abgesagt. Hier gibt's alle Termine und Resultate.

Giulia Gwinn

Frauenfußball

Nationalmannschaft

Mehr Sport

Die neue Ausgabe von Sports Illustrated mit der Titelstory zur Zukunft des Fußballs ist jetzt erhältlich.

Die neue Ausgabe von Sports Illustrated mit der Titelstory zur Zukunft des Fußballs ist jetzt erhältlich.

SI Recommends

Swimsuit Recommends

Yuko Shimizu Artwork Frauenfußball

Fußball

Fußball

Frauenfußball boomt - Bis ganz nach oben ist es aber noch ein weiter Weg

Im Ausland boomt Frauenfußball – in Deutschland geht es nur langsam voran. Woran liegt das, was muss sich ändern? Welche Rolle spielt der DFB? Sports Illustrated hat nach Antworten gesucht und festgestellt: Bis ganz nach oben ist es ein weiter Weg

Danica Patrick

Mehr Sport

Power-Frauen

Ikonische Sports-Illustrated-Fotos - Diese 15 Frauen haben Geschichte geschrieben

Sports Illustrated präsentiert die besten Fotos einiger der legendärsten Sportlerinnen aller Zeiten. Von Serena Williams bis Megan Rapinoe – all diese Frauen haben einen bedeutenden Einfluss auf ihren Sport ausgeübt und dazu beigetragen, diesen neu zu definieren.

Ulrike Meyfarth und Malaika Mihambo

European Championships

European Championships

Nasse-Meyfarth und Mihambo: Sport in Gefahr, wenn Kommerz vor der Leistung steht

Malaika Mihambo meets Ulrike Nasse-Meyfarth. Im aktuellen Magazin lädt Sports Illustrated zum Gipfel- und Generationentreffen der Leichtathletik. Der Anlass: Die Olympischen Spiele von München 1972 feiern ihr 50. Jubiläum. Ein Gespräch über fünf Dekaden Sportgeschichte.